In einem ruhigen, abgeschiedenen Dorf, hoch oben in den Hügeln, kämpft eine widerstandsfähige Familie mit den Herausforderungen des Lebens.
Anila, eine junge Frau und Mutter, ist mutig einer von Alkoholismus und Gewalt geprägten Ehe entkommen. Sie lebt zusammen mit ihrer dreijährigen Tochter Adea und ihrer Mutter Resmie in den Bergen. Ihr bescheidenes zuhause hat nicht viel zu bieten, gekocht wird an einer offenen Feuerstelle, Strom können sie sich nicht leisten. Besonders hart ist das Leben im Winter, wenn der Wind eisig bläst, die Nächte bitterkalt sind und kein Gemüse angepflanzt werden kann.
Während Anila über den nahenden Winter nachsinnt, wäscht sie in einem Zuber die wenigen Kleidungsstücke und stellt besorgt fest, wie zerschlissen diese inzwischen sind und dass nichts wintertaugliches dabei ist. Die Last drückt schwer auf ihren Schultern, auch die emotionalen Wunden sind tief, sie hat immer wieder mit Depressionen zu kämpfen und möchte doch nichts sehnlicher, als dass es wenigstens ihrer Kleinen gut geht. Es ist noch nicht mal genügend nährendes Essen da und nun ist auch noch Nënë Resmie krank geworden und benötigt ärztliche Unterstützung und Medikamente…


Jedes Mal, wenn ich die Jacke anziehe oder meine Kleine in den schönen Kleidern sehe, erinnere ich mich daran, dass da draussen jemand ist, dem wir am Herzen liegen. Es ist wie eine Botschaft die sagt; du bist nicht allein.
Mitten in diese schwierigen Umständen tritt unverhofft ein Hoffnungsschimmer. SFI bietet mit ihrem Programm des „Rreze Dielli - Sonnenstrahl“ Unterstützung an. Die Familie erhält nahrhafte Lebensmittel, warme Kleidung und Hygiene- und Waschmittel. Die Wärme spendende Kleidung schützt vor den frostigen Temperaturen, das Essen füllt ihre hungrigen Mägen und die Reinigungsmittel schützen vor Krankheiten und geben ein Gefühl von Würde und Sauberkeit.
Für Anila fühlte es sich wie ein Wunder an, als die Mitarbeitenden von SFI mit den Paketen ankamen und Nënë Resmie sagte mit Tränen in den Augen „ Für mich ist es nicht nur wichtig, Nahrung für den Körper zu haben. Der grosse Unterschied ist, wie ich mich innerlich fühle. Zu wissen, dass wir in schweren Zeiten nicht alleine sind und uns jemand hilft, wenn wir es am dringendsten benötigen, gibt mir ein tiefes Gefühl der Erleichterung und der Dankbarkeit."
Anila tun auch die Gespräche sichtlich gut. Diese Hilfe ist mehr als ein Überleben; sie ist wie ein Leitlicht, das einen Weg nach Vorne zeigt und ihr Kraft und Widerstandsfähigkeit verleiht.
Sie kann wieder einen Sinn in ihrem Leben sehen und während sie sich liebevoll um ihre Tochter Adea kümmert, drückt sie ihre tiefe Dankbarkeit aus: „Sie kamen zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Sehen Sie, unsere alten Kleider sind zerschlissen und wir wussten nicht, wie wir durch den Winter kommen konnten. Aber dann kamen diese Kleider und es fühlte sich an, wie eine warme Umarmung, wissen Sie? Es geht nicht nur darum, etwas zum Anziehen zu haben, es ist, als hätten Sie uns in Freundlichkeit eingehüllt. Jedes Mal, wenn ich die Jacke anziehe oder meine Kleine in den schönen Kleidern sehe, erinnere ich mich daran, dass da draussen jemand ist, dem wir am Herzen liegen. Es ist wie eine Botschaft die sagt; du bist nicht allein.“ Für Anila sind die gespendeten Kleider weit mehr als ein Stoff, der den Körper warm hält, sie sind ein Sinnbild der Unterstützung und Fürsorge die sie erhielten und das macht einen bedeutenden Unterschied in ihrem Alltag.
Helfen Sie mit, einen Unterschied zu machen. Danke!

