Wenn ich gross bin, werde ich Anwältin. Dann kann ich den Menschen helfen, die es nicht gut haben.

Ana

Doch nur ein gutes Jahr nach dem Verlust ihres Zuhauses kam der nächste Schock, durch den Ausbruch der Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Einschränkungen, verlor die Mutter ihre Arbeit und die Familie damit ihr letztes spärliches Einkommen.

Inzwischen lebt die Familie in einem bereit gestellten Container. Immerhin hat die Familie wieder ein Dach über dem Kopf, doch reicht die winzige Rente nicht einmal für Essen aus. Das gefährdet auch den Schulbesuch der beiden Mädchen, wird doch jede Hilfe benötigt um für genug Lebensmittel und Medikamente zu sorgen.

Ana und Dea erzählten uns auch von den Schwierigkeiten, denen sie jeden Tag durch das Mobbing gleichaltriger Kinder ausgesetzt waren und von den Sorgen um den Gesundheitszustand ihres Vaters.

Seither besuchen wir die Familie alle zwei Wochen und versorgen sie mit Lebensmitteln, Kleidung und Schulmaterialien. Wir schauen nach dem kranken Vater und bieten Unterstützung durch Gespräche und schulische Hilfe an.

Jedes Mal wenn uns die Mädchen die Türe öffnen, leuchten ihre Augen. Dea erzählt uns: „Nicht nur meine Augen leuchten wenn ihr an die Türe klopft, sondern auch die von Mama, Oma, Opa und meinem kranken Papa.

Beide Mädchen sind sehr fleissige Schülerinnen, sie haben Hoffnung geschöpft und blicken mit Optimismus in die Zukunft. Dea träumt davon, Ärztin zu werden, wenn sie Erwachsen ist. Sie hilft gerne in unserem medizinischen Projekt mit, nicht nur um ihren Vater zu heilen, auch weil es ihr grosse Freude bereitet anderen Menschen zu helfen und auch weil sie damit Danke sagen möchte für die grosse Hilfe, die ihrer Familie zuteil wird. Ana hingegen möchte Anwältin werden, weil sie die Ungerechtigkeit sieht, sie sagt dazu: „Wenn ich gross bin, werde ich Anwältin. Dann kann ich den Menschen helfen, die es nicht gut haben“.

Ich möchte Ärztin werden und den Menschen dabei helfen, wieder gesund zu werden.

Dea